Hunde baden - Aber richtig!
Um das Baden eines Hundes ranken sich zahlreiche Mythen:

Ein gesunder Hund darf niemals gebadet werden - Durch Baden wird der natürliche Schutzmantel des Fells völlig zerstört - Wenn Baden, dann nur mit Kernseife ... und zahllose weitere. Ich selber bin der Meinung, ein Hund sollte so selten wie möglich, aber so häufig wie nötig gebadet werden, oder nehmen Sie Ihre Straßenschuhe abends mit auf die Couch und ins Bett? ;)
Wenn Baden, dann aber richtig:
Ganz vorbildlich ist es natürlich, den Hund frühzeitig an die ungewohnte Situation zu gewöhnen. Besonders Welpen kann man sehr einfach vorsichtig in die Wanne setzen, füttern und wieder herausheben, bevor überhaupt Unruhe entstehen kann. Aber auch älteren Hunden kann man durch langsame Gewöhnung und die Verknüpfung mit etwas Positiven (Futter, Kaustangen...) die Badewanne durchaus schmackhaft machen.
Sollten sie sich das Baden alleine nicht zutrauen, suchen sie sich eine hundeerfahrene Hilfsperson oder gehen sie zu einem Hundefriseur. Gehen sie hier kein unnötiges Risiko ein - besser ein dreckiger Hund als ein gebissener Halter!
Sicherheit
Wenn es dann zur Tat geht, sollte vor allem die Sicherheit ganz oben stehen, um Hektik, Überschwemmungen und die Verunsicherung des Hundes zu vermeiden. Sie selber sollten eine ruhige Grundstimmung mitbringen und versuchen, keine Hektik und Unruhe zu übertragen. Machen Sie etwas ganz Normales und Alltägliches aus dem Baden, dann wird auch Ihr Hund darin kein großes Drama sehen.
Baden Sie Ihren Hund nach einem langen Spaziergang, wenn er müde und entspannt ist.
Zuerst sollte die Badewanne hundesicher gemacht werden, das bedeutet vor allem rutschfest! Nützlich sind dafür spezielle Einlagen aus dem Menschenbedarf, im Notfall tut es auch ein dickes altes Handtuch, das auf dem Wannenboden ausgebreitet wird und auf dem der Hund stehen kann. Dafür sollte der Hund aber schon eine gewisse Ruhe mitbringen, sonst rutscht er fröhlich mitsamt Handtuch durch die Wanne.
Der Hund wird langsam und ruhig in die Wanne gehoben, man wartet bis er sicheren Stand hat und sich ein wenig mit der Situation angefreundet hat. Schön ist eine Möglichkeit zum Anbinden, sonst benötigt man die ersten Male eventuell eine helfende Hand.
Spülen
Mit lauwarmen Wasser aus der Handbrause wird der Hund langsam nass gemacht. Dabei arbeitet man sich von unten nach oben langsam vor. Spülen Sie langsam und gefühlvoll am Hundekopf und achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Ohren läuft.
Shampoonieren
Danach wird sparsam shampooniert, gegebenenfalls nacheinander mit verschiedenen Pflegeprodukten und zwischendurch gespült. Je nach Pflegeprodukt können Sie das Shampoo eventuell auch verdünnen und so das Auftragen vereinfachen. Oder sie nehmen einen Schwamm zur Hilfe. Arbeiten Sie sich auch beim Shampoonieren von unten nach oben vor. Seifen Sie den Kopf zuletzt ein, so minimieren Sie auch die Gefahr, dass Shampoo in Augen und Ohren läuft.
Spülen
Am Ende wird solange mit Wasser gespült, bis keine Shampooreste mehr im Fell vorhanden sind.
Trocknen
Wenn Sie Ihren Hund nach dem letzten Spülgang bereits in der Wanne handtuchtrocken frottieren, ersparen Sie sich im Anschluß eine Menge Wischerei.
Mit einem hochwertigen und rückfettenden Hunde-Shampoo dürfen Sie Ihren Hund regelmäßig baden oder baden lassen. Bitte niemals mit Kernseife!
Vergessen Sie nach dem Baden nicht, Ihren Hund gründlich zu kämmen, sonst können sehr schnell Verfilzungen auftreten.
Viel Erfolg und viel Freude mit Ihrem gepflegten Hund!


